Wird bei der Trinkwasseranalyse eine Überschreitung von Grenzwerten / technischen Maßnahmewerten festgestellt, muss gemäß der aktualisierten TrinkwV ( u.a. auch gemäß DVGW Arbeitsblatt W551) gehandelt werden

 

Was schreibt der Gesetzgeber vor?

 

Im § 16 Absatz 7 der aktuellen TrinkwV (siehe auch LINKS) gibt es eine Klarstellung, die bindend ist (Auszug):

 

§16 Absatz 7

 

Wird dem Unternehmer oder dem sonstigen Inhaber einer Wasserversorgungsanlage nach § 3 Nummer 2 Buchstabe d oder e bekannt, dass der in Anlage 3 Teil II festgelegte technische Maßnahmenwert überschritten wird, hat er unverzüglich:

 

1. Untersuchungen zur Aufklärung der Ursachen durchzuführen oder durchführen zu lassen; diese Untersuchungen müssen eine Ortsbesichtigungsowie eine Prüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik einschließen. Der Unternehmer und der sonstige Inhaber teilen dem Gesundheitsamt unverzüglich die von ihnen ergriffenen Maßnahmen mit,

 

2. eine Gefährdungsanalyse zu erstellen oder erstellen zu lassen und

 

3. die Maßnahmen durchzuführen oder durchführen zu lassen, die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher erforderlich sind. Zu den Maßnahmen nach Satz 1 haben der Unternehmer und der sonstige Inhaber Aufzeichnungenzu führen oder führen zu lassen. Die Aufzeichnungen haben sie nach dem Abschluss der erforderlichen Maßnahmen nach Satz 1 Nummer 3 zehn Jahre lang verfügbar zu halten und dem Gesundheitsamt auf Anforderung vorzulegen. Bei der Durchführung von Maßnahmen nach Satz 1 Nummer 2 und 3 haben der Unternehmer und der sonstige Inhaber die Empfehlungen des Umweltbundesamtes zu beachten. Über das Ergebnis der Gefährdungsanalyse und sich möglicherweise daraus ergebende Einschränkungen der Verwendung des Trinkwassers haben der Unternehmer und der sonstige Inhaber der Wasserversorgungsanlage unverzüglich die betroffenen Verbraucher zu informieren.

 

Was ist eine Überschreitung?  
 
Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch keine Schädigung der menschlichen Gesundheit zu besorgen ist. Diese Anforderung gilt insbesondere als erfüllt, wenn die in der Trinkwasserverordnung und ihren Anlagen aufgeführten Anforderungen und Grenzwerte für mikrobiologische und chemische Parameter sowie Indikatorparameter nicht überschritten  und  die  allgemein  anerkannten Regeln  der  Technik  eingehalten  werden.  Im  Fall  der Legionellen- untersuchung  beträgt der  technische  Maßnahmenwert  100 kbE (koloniebildende Einheite) je 100ml.  Bei  einer  Überschreitung muß eine  hygienisch-technische  Überprüfung  in  Form  einer  Gefährdungsanalyse eingeleitet werden.  
 
Was ist eine Gefährdungsanalyse? 
 
Wird  durch die Trinkwasseruntersuchung  bekannt,  dass  insbesondere  in  einer  Trinkwasser-Installation, in der sich eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung befindet, der Maßnahmewert für den Parameter Legionella spec. überschritten wurde, ist zukünftig eine Gefährdungsanalyse veranlassen. Die Gefährdungsanalyse  ist  Basis zur  Klärung,  welche  technisch-hygienischen  oder  organisatorischen  Verbesserungen notwendig sind.  
 
Wer muss wann eine Gefährdungsanalyse veranlassen? 
 
Eine Gefährdungsanalyse fällt in den gesetzlich vorgeschriebenen Handlungsrahmen des Betreibers und bedarf keiner vorherigen Mitteilung/Beauftragung durch ein Gesundheitsamt. Sie ist vom Unternehmer/Betreiber oder sonstigen Inhaber der betroffenen Anlage eigenverantwortlich zu veranlassen

 

Wem muss die Gefährdungsanalyse gemeldet werden? 
 
Die  Ergebnisse  der  angeordneten  Gefährdungsanalyse  müssen  zur  Vorlage  beim  zuständigen Gesundheitsamt dokumentiert werden.  
 
Wer darf eine Gefährdungsanalyse durchführen? 
 
Eine Gefährdungsanalyse kann u.a. von einschlägigen Ingenieurbüros oder Hygieneinstituten durchgeführt werden. 

 

Was ist der Inhalt unserer Gefährdungsanalyse? 
 
Eine Gefährdungsanalyse teilt sich in u.a.folgende Bereiche auf:

  • umfangreiche Ortsbesichtigung (bundesweit) nach vorheriger Terminabstimmung mit dem Betreiber
  • Grunddatenerfassung des gesamten Trinkwassernetzes des Objektes
  • Erfassung von anlagenspezifischen Faktoren
  • Überprüfen auf Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik
  • Ursachenuntersuchung (festgestellter Befall) im gesamten Objekt (alle Nutzer/Wohnungen!)
  • individuelle Auswertung - dabei werden die Daten der Ortsbesichtigung dezidiert ausgewertet
  • Maßnahmeempfehlung - ganz wichtig als Basis der einzuleitenden Aufgabenstellungen für/an den ausführenden Installateur!
  • Ergebnismitteilung als gebundenes Gutachten mit Fotodokumentation 

Als Ergebnis erhalten Sie / das Gesundheitsamt eine profunde Ausarbeitung (einschliesslich Bebilderung) zur weiteren Beurteilung der Situation vor Ort.

 

Warum muss eine Gefährdungsanalyse von unabhänger Stelle aus erstellt werden?

 

Die Durchführung der Gefährdungsanalyse muss unabhängig von anderen Interessen erfolgen. Insbesondere muss eine Befangenheit vermieden werden. Eine Befangenheit ist dann zu vermuten, wenn Personen an der Planung, dem Bau oder Betrieb der Trinkwasser-Installation selbst beteiligt waren oder sind. Der Betreiber bleibt in der Verantwortung: Im Falle von Schadenersatzforderungen vor Gericht kann es wichtig sein, die Unabhängigkeit und ausreichende Qualifikation des hinzugezogenen Sachverstandes belegen zu können.

 

Diese gutachterliche Gefährdungsanalyse kann z.B. durch die Tegeba-Sachverständigen durchgeführt werden.

 

 

Das Umweltbundesamt hat mit seiner Empfehlung vom 14.12.2012 klare Vorgaben für die Durchführung und den Umfang einer notwendigen Gefährdungsanalyse gemacht:

UBA-Empfehlung

 

 

Gefährdungsanalyse = TEGEBA

 

Um den Anforderungen des Umweltbundesamtes gerecht zu werden, gilt es u.a durch nachgewiesenen Sachverstand eine Unabhängigkeit zu gewährleisten (siehe auch weiter unten).

Für die behördlich angeordnete Gefährdungsanalyse (z.B. abgeleitet aus dem § 9 Absatz 8 der TrinkwV), bzw. die gesetzlich vorgeschriebene Betreiberverantwortung (abgeleitet aus dem § 16 Absatz 7 der TrinkwV) empfehlen wir dringend ein unabhängiges Fachunternehmen zu aktivieren:

 

tegeba GmbH

Ingenenieurbüro für technische Gebäude-Analyse

Erstellung von Gutachten / Gefährdungsanalysen bundesweit 

Ihr Ansprechpartner: Herr Mario Mathews 

Sachverständiger für Haus- und Versorgungstechnik zertifiziert und

anerkannt im Verband DESAG - Deutsche Sachverständigen Gesellschaft mbH

 

www.tegeba.de

 

 

Hier finden Sie das neue Erklär-Video von Tegeba

 

 

 

 

Tegeba bei N24

Aktuelles Interview mit Matthias Nötzel, neuer Geschäftsführer der Dipl.-Ing. Christoph Scheele GmbH:

 

"Nach der Einführung eines QM-Systems nach  DIN EN ISO 9001 im letzten Jahr, haben wir nun einen weiteren konsequenten Schritt gemacht für mehr Dienstleistungsvielfalt unter Berücksichtigung von gesetzlichen Rahmenbedingungen und hohem Qualitätsanspruch.

 

Unsere bisherige "Abteilung Tegeba" - technische Gebäudeanalysen hat sich seit Jahren bundesweit im Bereich von Gefährdungsanalysen für Immobilien und Rückkühlwerken etabliert und geniesst einen sehr professionellen Ruf.

 

Die Tegeba wurde nun zum 01.05.2018 ausgegründet und platziert sich als "tegeba GmbH" eigenständig und unabhängig am sehr anspruchsvollen Markt.

 

Wir wünschen unseren ehemaligen Kollegen unter der Führung von Herrn Mario Mathews als Geschäftsführer einen guten Start in die Eigenständigkeit und weiterhin "volle Auftragsbücher" mit einem hervorragenden Produkt."

Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne:

 

Telefon:            +49 2331 4831022

 

Mail: info@trinkwasserpruefung.de

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 2018 Dipl.-Ing. Christoph Scheele GmbH